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Was verbindet verführerische Illusionen mit ewigen Fragmenten?

Toxic web hero illustration

Das Muster ist vertraut: eine neue Substanz, ein faszinierender Effekt und die schrittweise Erkenntnis ihres Schadens.

Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert färbten Zuckerbäcker in Paris ihre Süßwaren mit kräftigen Pigmenten wie Mennige und Bleizucker. So überdeckten sie Säure und Verderb.1 Die Produkte sahen verlockend aus, waren aber zugleich hochgiftig. 

Auch Winzer scheuten sich nicht, ihre Weine mit sogenanntem Bleizucker zu süßen. Dieses Mittel wirkte langsam, war aber ein effektives Gift.2

Auf den Märkten von Neapel verkauften Händler Butter, die sie mit Löwenzahnblüten mischten, um ihr einen künstlichen Glanz zu verleihen.3

Diese Praktiken führten dazu, dass europäische Staaten erste Formen staatlicher Gesundheitsaufsicht einführten und chemische Nachweismethoden entwickelten. Die Gifte von damals gaben den Anstoß für Lebensmittelsicherheit. Die Risiken von heute treiben die Regulierung im Umwelt- und Gesundheitsbereich voran. 

  • Offensichtliche Parallelen

    Heute werden die Parallelen zwischen historischen Giften und Mikroplastik immer deutlicher. 

    Mikroplastik sind winzige Kunststoffpartikel mit einer Größe von weniger als fünf Millimetern. Sie finden sich heute in Wasser, Böden und der Luft. Sie entstehen unter anderem durch synthetische Textilien, Verpackungen, Reifen, Farben sowie durch Produkte der Körperpflege wie Peelings und Zahnpasta.4,5 

    Einmal freigesetzt, gelangen sie in Ökosysteme und Nahrungsketten und am Ende auch in den menschlichen Körper, etwa durch Aufnahme über Nahrung oder Atemluft.7 

    Mikroplastik baut sich nicht biologisch ab. Es zerfällt in immer kleinere Bestandteile, bleibt über Jahrhunderte bestehen und reichert sich in Organismen an.8 

    Neue Studien zeichnen ein besorgniserregendes Bild. Diese Partikel stehen zunehmend im Zusammenhang mit chronischen Entzündungen, oxidativem Stress, hormonellen Störungen sowie schweren Herz-Kreislauf- und Fortpflanzungserkrankungen.9 

  • Unternehmen aus vielen Branchen stehen vor einer neuen Realität. Der regulatorische Druck wächst, die öffentliche Aufmerksamkeit nimmt zu und das Risiko von Klagen steigt. Auch der Reputationsdruck verschärft sich. Die Entwicklung verläuft schnell. Die EU plant weitreichende Einschränkungen für absichtlich zugesetztes Mikroplastik und auf internationaler Ebene wird an einem verbindlichen Abkommen zur Reduktion von Plastik gearbeitet. 

    Schäden beheben

    Unternehmen müssen sich mit langlebigen Schadstoffen im Alltag auseinandersetzen. Versicherungen können hier eine wichtige Rolle übernehmen und helfen, Risiken zu tragen.

    Wer früh handelt und Umweltrisiken konsequent im Blick behält, kann sich besser schützen. So lässt sich die Zukunft nachhaltig gestalten und gleichzeitig sicherer machen.

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